| Benedikt |
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Im Benediktinerorden |
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Als Benediktinerinnen vom heiligsten Sakrament gehören wir zur weltweiten benediktinischen Konföderation , in der sich alle benediktinischen Gemeinschaften zusammen geschlossen haben. Sie werden durch den Abtprimas in Rom vertreten. Die Frauenklöster sind zusätzlich in der Communio Internationalis Benedictinarum organisiert, die einen intensiven Austausch über Fragen der Spiritualität und Lebensgestaltung ermöglicht. Das Verbindende unter den je selbstständigen Klöstern und Gemeinschaften ist die Benediktregel. Sie fand bereits seit dem frühen Mittelalter Verbreitung in der lateinischen Kirche und hat bis heute nichts von ihrer wegweisenden Kraft verloren. |
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| Benedikt von Nursia wurde um 480 bei Nursia in Umbrien in Italien geboren. Sein Todesjahr wird etwa auf 547 datiert. Als junger Mann ging Benedikt zum Studium nach Rom, vollendete es jedoch nicht, sondern zog sich in die Einsamkeit zurück, um dort nach dem Vorbild der Wüstenväter Gott zu suchen. Aus seinem Einsiedlerleben wurde er als Abt in eine Gemeinschaft von Mönchen gerufen. In dieser Aufgabe scheiterte er jedoch. Nach einigen Jahren, in denen er in der Gegend von Subiaco Mönche um sich versammelte, gründete er das Kloster von Montecassino. |
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| Dort verfasste er auf der Grundlage der antiken Mönchsregeln die sogenannte Regula Benedicti. Benedikt gibt darin praktische Anweisungen, wie ein Leben in der Nachfolge Christi gelingen kann. Zentrale Bedeutung erhält der Gehorsam, den die Mönche aus Liebe zu Christus üben. Das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe spiegelt sich wieder in den Aufforderungen dem Gottesdienst nichts vorzuziehen (RB 43,3) und sich einander in gegenseitiger Ehrfurcht zu übertreffen (RB 72,4). Die hohe Wertschätzung der Arbeit bringt Benedikt zum Ausdruck, wenn er sagt: "Denn erst dann sind sie wirklich Mönche, wenn sie von der Arbeit ihrer Hände leben, wie unsere Väter und die Apostel." (RB 48,8) | ||
| Im Laufe der Jahrhunderte gab es zahlreiche Reformen, aus denen sich verschiedene Ordenszweige mit je eigenem Schwerpunkt herausbildeten. 1653 gründete Mechtilde de Bar in Paris das Institut der Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung des Heiligsten Sakraments. In einer Zeit, in der die katholische Kirche in Folge der Reformation der Verehrung der Eucharistie besonders im Hinblick auf die Realpräsenz eine besondere Bedeutung zumaß, verband M. Mechtilde das feierliche benediktinische Offizium mit der ununterbrochenen eucharistischen Anbetung. Schnell verbreiteten sich die Klöster in Frankreich und Polen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das erste deutsche Kloster und 1895 die Kommunität in Köln gegründet. Damit konnte in der Domstadt am Rhein nach einer seit der Säkularisation währenden fast Unterbrechung von fast 100 Jahren das benediktinische Leben wieder aufgenommen werden. | ||
| Als Kloster in der Stadt möchten wir ein Ort der Gottsuche und des Gotteslobes mitten in der Welt sein. Die Einbindung in die benediktinische Konföderation und die Freundschaft mit zahlreichen Klöstern in Deutschland, den europäischen Nachbarländern und Brasilien erleben wir als wesentliche Bereicherung unseres Lebens, die uns Horizonte weit über die eigenen Grenzen hinaus eröffnet. | ||