| Mechtilde de Bar |
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Catherine de Bar wurde am 31. Dezember 1614 in Saint-Dié in Lothringen geboren. Mit knapp 17 Jahren trat sie in das Kloster der Annunziatinnen in Bruyères ein. In den Wirren des dreißigjährigen Krieges floh die Gemeinschaft vor den anrückenden Schweden. Catherine fand 1638 mit einem Teil ihrer Schwestern Unterkunft bei den Benediktinerinnen in Rambervillers. In der benediktinischen Lebensweise entdeckte sie ihre eigentliche Berufung und entschied sich für den Übertritt in diesen Orden. 1639 fand die Einkleidung statt, bei der Catherine den Namen Mechtilde erhielt. Ein Jahr später legte sie ihre Profess ab. Wiederum durch den Krieg vertrieben gelangte Sr. Mechtilde 1641 in das Benediktinerinnenkloster auf dem Montmartre in Paris. Dort schätzte sie die geistliche Bildung von Äbtissin und Konvent, verließ die Abtei aber nach einem Jahr wieder, um die verstreut lebenden Schwestern von Rambervillers zu sammeln. In den nächsten Jahren hielt sie sich an verschiedenen Orten auf und kehrte schließlich nach Paris zurück. Mit der Unterstützung von Gräfin Marie de Châteauvieux konnte M. Mechtilde, inzwischen Priorin der Gemeinschaft von Rambervillers, ein Haus in der Rue Férou im Quartier Saint-Germain erwerben, das sie mit ihren Schwestern bezog und zum Kloster umgestaltete. Seit einigen Jahren hatte M. Mechtilde den Wunsch, sich in besonderer Weise der sühnenden Anbetung Christi im Sakrament der Eucharistie hinzugeben. Sie zögerte jedoch, dies in ihrer Gemeinschaft einzuführen. Durch die Vermittlung eines Priesters erfuhr Königin Anna von Österreich von dem kleinen Benediktinerinnenkonvent. Sie hatte ein Gelübde abgelegt und wollte einem Kloster der Ewigen Anbetung zur Gründung verhelfen. Ihre Wahl fiel auf das Haus in der Rue Férou. |
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| Sie
selbst nahm an der ersten feierlichen Aussetzung des heiligsten Sakraments
am 25. März 1653 teil und trug die sühnende Abbitte vor, die von
da an täglich von einer Schwester gebetet wurde. Der 25. März
gilt als Gründungstag der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament.
In den Jahren bis zu ihrem Tod errichtete oder übernahm Mechtilde de Bar weitere neun Klöster in Frankreich und Polen. Sie starb am 6. April 1698 im Alter von 83 Jahren. Aus ihrer fast sechzigjährigen Amtszeit als Priorin sind mehr als 3000 Briefe an Ordensfrauen und andere Personen aus ihrem großen Freundes- und Bekanntenkreis erhalten. M. Mechtilde lebte im goldenen Jahrhundert der französischen Spiritualität und war ganz vom Denken dieser Zeit geprägt. Die Vorstellung von der Erhabenheit Gottes wurde ergänzt vom Gedanken seiner Einwohnung in der Seele, die große Ehrfurcht vor seiner Majestät vom vertrauten Umgang mit Jesus, der im Tabernakel gegenwärtig war. Der Wunsch nach der Übereinstimmung mit dem Willen Gottes prägte sie ebenso wie die aufblühende Herz-Jesu-Verehrung. Dies alles verband sie mit einer tiefgehenden Menschenkenntnis und Klugheit, wodurch sie vielen Menschen zur geschätzten geistlichen Begleiterin wurde. In der ausführlichen
Bibliographia Mechtildiana finden sich die Angaben zu allen Veröffentlichungen
von und über Mechtilde de Bar und die Benediktinerinnen vom Heiligsten
Sakrament. |