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Wenn ein Mensch
immer wieder von von innerer Unruhe bewegt wird, der Stimme Gehör
zu verschaffen, die ihn ruft, treibt, einlädt, ihm zuspricht, Gott
vor allem anderen in seinem Leben Raum zu geben und zwar durch ein Leben
im Kloster, dann würde er bei uns folgende Schritte auf seinem Weg
gehen, die der hl. Benedikt in seiner Regel vorschlägt:
Zunächst verlangt der hl. Benedikt von einer Neueintretenden, daß
sie "wahrhaft Gott sucht".
Er schlägt einen längeren Weg der Prüfung und Einübung
vor.
Vor dem Eintritt
ist der gottsuchende Mensch eingeladen, die Gemeinschaft und das klösterliche
Leben zunächst durch kürzere und längere Aufenthalte im
Kloster kennenzulernen. Im gemeinsamen Beten, Arbeiten und in klärenden
Begleitgesprächen darf er deutlicher spüren, ob der Weg des
klösterlichen Lebens der Sehnsucht seines Herzens entspricht.
Mit dem Eintritt in das Kloster beginnt die Zeit des Postulates
für 6 Monate, die weiterhin eine Zeit des Prüfens und Suchens
ist. In dieser Zeit erhält die Postulantin eine Einführung in
die klösterlichen Gewohnheiten und in monastischer Spiritualität.
Wenn die Postulantin
auf diesem Weg bleiben will, erfolgt mit der Einkleidung die Aufnahme
ins Noviziat. In dieser zweijährigen Noviziatszeit wird die Novizin
tiefer hineinwachsen in das persönliche und liturgische Gebet, in
den ganz konkreten klösterlichen Alltag, in die schwesterliche Gemeinschaft,
und das alles als ein Wachsen in der Liebe zu Christus.
"Wenn
sie dann noch immer bleiben will",
und sich an Gott und an die konkrete klösterliche Gemeinschaft binden
will, dann legt sie für 3 Jahre ein Versprechen ab. In dieser Zeit
der Zeitlichen Profeß geschieht eine wachsende Verwurzelung
in der Gemeinschaft. Die Lebensentscheidung "der
Liebe zu Christus überhaupt
nichts vorzuziehen" festigt sich und durchdringt
langsam alle kleinen und großen alltäglichen Lebensvollzüge,
so daß das ganze Leben mit seinen Höhen und Tiefen sich dahin
entwickelt, daß "in
allem Gott verherrlicht wird".
So mündet
die fast 6 jährige Prüfungszeit in die Feierliche Profeß,
in der die Schwester sich ganz und für ihr ganzes Leben an Gott in
der klösterlichen Gemeinschaft bindet. Sie verspricht in dem öffentlichen
Bekenntnis der monastischen Profeß Beständigkeit, klösterlichen
Lebenswandel und Gehorsam nach der Regel des hl. Benedikt
Mit dem Ende der Noviziatszeit beginnt der Anfang des neuen Wegstückes,
das ein Leben lang immer mehr auf Christus hinführt. Die Gottsucherin
wird sich in dieser gewählten Lebenspur mit ihren Gaben und Schwächen,
mit allen Brüchen und Möglichkeiten unter dem unaufhörlichen
Wirken der Gnade Gottes entfalten..
Er wird vollenden, was ER begonnen hat.
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Für
alle Anfragen dazu wenden Sie sich an:
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Sr.
Theresia Lanfermann
sr.theresia@benediktinerinnen-koeln.de
oder telefonisch: 0221/937067- 0
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