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Werkstatt für Textilrestaurierung Sr. Klara
Antonsh |
Die
überfällige Renovierung unserer Klosterkirche begannen wir im Jahr 2006
damit, die defekte, ungestaltete Nachkriegsverglasung durch eine moderne
Schutzverglasung ersetzen zu lassen. Gleichzeitig
begannen wir, uns Gedanken über eine neue Buntglasgestaltung zu machen, Eine
solche Entscheidungsfindung braucht Zeit, und auch die zu erwartenden Kosten
machen eine schnelle Lösung unmöglich. Etwas aber drängte: Sakristei und
Gästekapelle können bei Licht durch die klaren Gläser von außen eingesehen
werden. Das wurde von einigen Schwestern und Gästen als unangenehm empfunden. |
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So
entschieden wir uns nach einem ersten Versuch in der Sakristei auch für die
Gästekapelle für eine preisgünstige textile Gestaltung der Fenster als
Übergangslösung. Ausgangspunkt
für die Gestaltung war Exodus 3: Mose vor dem brennenden Dornbusch, zu dem
Gott spricht. „Ich
bin, der ich bin da“ (Ex 3). „O Adonai, Führer und
Herrscher des Hauses Israel, der du dem Moses in der Feuerflamme des
Dornbuschs erschienen bist und ihm auf dem Sinai das Gesetz gegeben hast:
Komm und erlöse und mit starkem Arm.“ |
Die Texte sind nicht
plakativ auf die Scheiben projiziert, sondern durch Rosenzweige, die mit
ihren Dornen ein starkes graphisches Element abgeben dargestellt. Nur eine
Andeutung wie er in unser Leben durch Wachsen eingeschrieben wird, und um
dessen Lesbarkeit sich jeder selbst bemühen muss.
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Außer
den Zweigen wurden zwei verschieden dichte, weiße Stoffe verwendet. Die
Flammen des Dornbuschs sind auf Draht aufgefädelter Bernstein, um
Dornenzweige gewickelt, der bei Sonnenlicht zusammen mit der roten Folie
leuchtende Akzente setzt. Befestigt wurden die Stoffe und die Materialien mit
schwarz gestrichenen Aluminiumschienen, die auf die Schrauben für die
künftige Buntverglasung aufgeschraubt wurden. Nicht
geplant, aber jetzt abzulesen ist an den roten Folienstreifen der Weg des
Menschen. Oder der Weg Gottes mit seiner Welt. Im linken Fenster die
Herabkunft, Inkarnation. |
In der Mitte: auf dem Boden der Tatsachen stehen, immer vor dem Dornbusch leben, in der unbegreiflichen Gegenwart Gottes. Gott hat in Jesus diese Welt unter die Füße genommen, wir sollten wie Mose die Schuhe ausziehen, dies zu spüren. Rechts dann der Aufstieg Jesu oder für uns die Himmelsleiter, nicht ohne Dornen zu gehen, Stufen der Demut, die Benedikt uns in seiner Regel beschreibt. |
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