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Werkstatt für Textilrestaurierung Sr. Klara
Antonsh |
Das Deutsche Liturgische Institut hat 2003 einen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben, der nach
zeitgemäßer liturgischer Kleidung für verschiedene Laiendienste suchte. Schwester
Klara hat für das von ihr eingereichte Ensemble für Priester und zwei
Helferinnen einen dritten Preis erhalten. Idee In
einer Münsterer Kirche hängt ein Kreuz, dass im Krieg beide Arme verlor.
Daneben steht heute der Text: "Ich habe keine anderen Hände als die
Euren ". Kommunionhelferinnen (oder
Lektorin und Kommunionhelferin), die ihre |
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Gegenwärtig ist (Christus) im Opfer der Messe sowohl in der
Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht (...) wie vor allem unter
den eucharistischen Gestalten. Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den
Sakramenten, so dass, wenn immer einer tauft, Christus selber tauft.
Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen
Schriften in der Kirche gelesen werden. Gegenwärtig ist er schließlich, wenn
die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat: "Wo zwei oder drei
versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20).“ Sacrosanctum Concilium 7 |
helfenden
Hände zur Verfügung stellen, sind, aus der Gemeinde genommen, Teil dieses
gegenwärtigen Christus. Darum ist das die Christusikonizität vermittelnde
Gewand hier auf die helfenden Dienste ausgebreitet. Die
Kasel des Priesters behält den traditionellen Schnitt bei, die Gewänder der
Helferinnen sind als modische Kostümjacken über schwarzer Festkleidung zu
tragen. Die liturgischen Dienste werden nicht in Gewänder antiken Zuschnitts
verkleidet, sondern tragen auf das Messgewand abgestimmte festliche
Zivilkleidung. |
Die Kasel ist geschmückt mit dem Stamm des Kreuzes, der Herzwunde und den Fußwunden. Die Gewänder der helfenden Dienste tragen je einen Arm des Gabelkreuzes mit der linken bzw. der rechten Wunde der Hand. Gestaltung Die Gewänder, in
leuchtender Festfarbe, die aber das Rot der Hingabe, des Blutes nicht
verleugnet, erinnern an die |
Begegnung
des Auferstandenen mit den Jüngern und gerade auch mit Thomas, der noch nicht
glauben kann. Dort, wo die Leiblichkeit noch Grenze ist, darf Thomas seinen
Finger in die Wunden legen, darf die Grenze der Haut überschreiten, kann die
Durchlässigkeit der Liebe Jesu spüren. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte:
Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier
sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei
nicht ungläubig, sondern gläubig!" Johannesevangelium 20, 26-28 |
Die liturgischen Gewänder,
die das Fest ansagen, verweisen in ihrer eschatologischen Dimension auf die
Herrlichkeit. Sie verdeutlichen das Prinzip der Fülle, des Schönen, und des
Überfließens und verleugnen doch nicht den Preis der Erlösung. Der
Auferstandene ist gezeichntet mit den Wunden. Es geht unter die Haut, ihm
dort zu begegnen. Die Polarität von Festcharakter und Entäußerung, Verhüllen
und Enthüllen, von schon und noch nicht, kann so in höchstem Maß zum Ausdruck
kommen. Varianten |
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