| Wir über uns |
| Was
finden Sie, wenn Sie uns aufsuchen? Eine neugotische Klosteranlage schön und wie aus einem Guss vom Ende des 19. Jahrhunderts mit Garten und Stall im dichtbesiedelten Wohngebiet der Kölner Südstadt? Ja, das auch, aber es steckt mehr dahinter. |
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Was
finden Sie? Eine selbstständige Frauengruppe in der katholischen Kirche, die verwurzelt ist in der monastischen Tradition des Benedikt von Nursia? Ja, das ließe sich finden. In dieser benediktinischen Tradition mit ihren verschiedenen Zweigen leben seit über 1500 Jahren schon Mönche und Nonnen in allen möglichen Kulturen und Ortsverhältnissen. Unsere Weise benediktinischen Lebens ist geprägt von und gehört zu einer Richtung, die im 17. Jahrhundert, der Blütezeit der französischen Mystik, in Frankreich entstand und heute in 46 Klöstern und 6 europäischen Ländern gelebt wird. |
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| Was
finden Sie noch? Eine Großfamilie mit mehreren Generationen in einem Haus. Ja, das ist bleibend spannend. Zu unserer Klosterfamilie zählen heute 25 Schwestern im Alter von 32 bis 93 Jahren. - Dazu gibt es noch einen dem Kloster zugehörigen Oblatenkreis, Männer und Frauen, die nicht im Kloster leben, sich aber dem geistlichen Weg der Gemeinschaft verbunden haben. - Aber auch hinter all dem steckt mehr. |
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Sie
könnten auch finden, das Kloster sei ein Wirtschaftsunternehmen, zu
dem drei Handwerksbetriebe gehören, in denen wir uns den nötigen
Lebensunterhalt erarbeiten und verdienen: die Hostienbäckerei, die
Paramentenwerkstatt, die Werkstatt für Textilrestaurierung. Die Betriebe
sind wichtig, aber sie sind nicht der Grund für ein Kloster und für
ein Ordensleben. Es steckt eben noch mehr dahinter. |
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| Vielleicht finden Sie das Kloster als engagierten Versuch einer alternativen Lebensform in unserer Welt und Gesellschaft, in der auch die Ganzheitlichkeit von Mensch und Leben große Bedeutung hat. Schön und gut, das ist wohl so, aber auch darum dreht es sich nicht. |
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Und es dreht sich auch nicht um Vorträge, die Schwestern halten, oder um Publikationen in Zeitschriften oder Büchern oder um die Mitarbeit in kirchlichen Gremien und Strukturen. Es ist noch etwas ganz anderes dahinter. |
| Auch die in den letzten Jahren gewachsenen internationalen Verbundenheiten mit anderen selbstständigen benediktinischen Gemeinschaften vor allem in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Brasilien, so wichtig und bereichernd die auch geworden sind, sind nicht das, worum es sich dreht in diesem Kloster. | |||
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Viele suchen uns auf und finden das Kloster als Ort der Stille und Herberge für Einzelexerzitien oder Besinnungstage oder als Ort für Katechesen, wie viele der Gruppen von z. B. Kommunionkindern, Schülern und Frauen. Aber auch das ist nicht der Punkt, um den es sich hier dreht. | ||
Es dreht sich auch nicht um die Hilfe im sozialen Bereich, wo wir teilen, was wir haben an Beziehungen und Lebensmitteln und dem, was man braucht, mit den Armen aus unserem Stadtviertel und den Brüdern und Schwestern von der Straße, die täglich an der Klostertür schellen. |
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| In
unserm Kloster mit all den verschiedenen Bereichen dreht sich letztlich
alles ums Gebet, in dem der Mensch das Heilige, den Heiligen sucht, ihm
begegnet und die Antwort gibt, ein ganzes Leben lang. Gottsuchen mit dem
ganzen Leben und Gottesdienst mit dem ganzen Leben, das sind die Kernworte,
um die es in unserem Kloster geht. Sie prägen den persönlichen
Weg der Einzelnen, wie auch das Leben der Gemeinschaft und geben jedem Tag
seinen Rhythmus. Fünfmal jeden Tag treffen wir uns in der Klosterkirche zum gemeinsamen Gebet und jeden Tag feiern wir die Eucharistie. Immer singen wir die schon jahrtau-sendealten Psalmen der Bibel, lesen Texte des Alten und Neuen Testaments, lassen uns vom Evangelium Jesu Christi führen. |
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So gut wir
es verstehen, richten wir unser ganzes Leben an diesem Evangelium aus,
wirklich, gründlich und praktisch, und nehmen auch das ganze vielschichtige
Leben mit ins Gebet und tragen es mit in suchendem, unbeirrten Gottvertrauen
und leidenschaftlicher Geduld.Wir singen weiter, jeden Tag, die alten
biblischen Heilsworte, singen sie in unsere Stadt hinein, in der wir als
Schwestern leben wollen. Dabei ist all unser Singen und Schwestersein
nur Antwort, Antwort auf die Liebe und den Ruf, den jede von Gott erfahren
hat. Ohne diese Erfahrung - wie auch immer sie kam - wäre keine von
uns hier. |
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